Am 13. Dezember 2016 hatte die Landesgruppe gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Deutschdidaktik der Universität Hamburg und der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW eingeladen, der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Isabel Abedi zuzuhören, die vom Schreiben erzählte und aus ihren Büchern vorlas. Der Veranstaltungsraum in einem kleinen Kulturzentrum am Rande des Campus war fast zu eng, um den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern Platz zu bieten. Er vermittelte die gemütliche Atmosphäre eines nostalgischen Wohnzimmers, in dem Frau Abedi zunächst über ihren Weg von der Werbetexterin zur freiberuflichen Autorin berichtete. Die Gemeinsamkeit ihrer Werke sei, dass sie nicht für Kinder sondern von Kindern schreibe, und sie sich für die Figuren, über die sie erzählt, wirklich interessiere. Das Thema „Familie“ zieht sich durch alle Bücher, Familien, in denen jemand fehlt. Es geht um geliebt werden und Geborgenheit. Die Textpassagen, die Frau Abedi für die Lesung ausgewählt hatte, und die Art ihres Vortrages fesselten das Publikum. Zum Abschluss bot sie an Fragen zu beantworten. Die Zusammenarbeit von Textautor und Zeichner beim Gestalten von Bilderbüchern, die Bedeutung der Covergestaltung und des Marketings wurden von Frau Abedi genauso umfassend erläutert wie die Frage, ob man vom Schreiben leben könne. Große Freude bereitete sie einer jungen Zuhörerin, die wissen wollte, ob es nicht vielleicht doch noch ein weiteres Lola Buch geben werde. Obwohl die Reihe eigentlich beendet sein sollte, meinte Frau Abedi, habe das Interesse für die Figuren dieser Bücher ihren Kopf noch nicht ganz verlassen.

Die Gäste, die sich so kurz vor Weihnachten Zeit für diese Lesung genommen hatten, konnten sich über eine interessante Veranstaltung freuen, für die sich das Kommen wahrlich gelohnt hatte.

Isabel Abedi, eine Autorin berichtet vom Schreiben und liest aus ihren Büchern